OPEC-Geiselnahme

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Ort
1975 in Wien
Opfer
Anton Tichler (Polizist), Alaa Hassan Khafali (irakischer Angestellter), Jusuf al-Azmarly (libyscher Delegierter)
Bild
Opecgeiselnahme.jpg
Lage
Breitengrad: 48.213067 Längengrad: 16.361844
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Am 21.12.1975 (vor 51 Jahren) kommt es zur Geiselnahme von 62 Personen im OPEC-Gebäude am Wiener Ring gegenüber der Universität. Anführer der sich selbst als "Arm der arabischen Revolution" bezeichnenden Gruppe ist Ilich Ramírez Sánchez ("Carlos, der Schakal"). Als Drahtzieher hinter den Anschlägen wird Libyen vermutet, was allerdings nicht bewiesen ist. Der Tatbeteiligte Hans-Joachim Klein sagte später u. a. aus, Libyens Staatschef Muammar al-Gaddafi habe die Aktion initiiert, um die Erdölpreise zu manipulieren. Das sei ihm, Klein, aber erst hinterher klar geworden.

Das sechsköpfige Terrorkommando fährt am späten Vormittag vom Hotel Hilton nahe dem Stadtpark, wo sie Zimmer gemietet hatten, mit der Straßenbahn über die Ringstraße. An der Haltestelle Schottentor steigen sie aus und gehen die wenigen Meter bis zur OPEC-Zentrale am Wiener Dr.-Karl-Lueger-Ring. Die Terroristen betreten um 11.45 Uhr die OPEC-Zentrale, ohne dass sie sich zuvor haben ausweisen müssen oder ihre mit Waffen und Sprengstoff bepackten Taschen kontrolliert werden. Dann gehen sie zum Konferenzsaal im ersten Stock des Gebäudes, wo elf Minister sowie hochrangige OPEC-Vertreter über eine eventuelle Erhöhung der Erdölpreise beraten. Im Hausflur halten sich rund 30 internationale Journalisten auf. Zwei Beamte der Polizei in zivil bewachen die Gänge und den Konferenzsaal. Die Terroristen ziehen ihre Schusswaffen. Einer der Polizeibeamten, der 65jährige und kurz vor der Pensionierung stehende Anton Tichler, stellt sich "Carlos" entgegen. "Sind Sie Polizist?" fragt ihn dessen deutsche Komplizin Gabriele Kröcher-Tiedemann ("Nada"). Als der Polizist die Frage bejaht, schießt sie angeblich auf ihn und verletzt ihn dabei tödlich. Außerdem soll sie den irakischen OPEC-Angestellten Alaa Hassan Khafali getötet haben, der sich den Terroristen entgegenstellt. Nachdem wenige Minuten später die ersten Polizeikräfte eintreffen, schießen die Terroristen aus den straßenseitigen Fenstern. Drei Beamte versuchen, in das Gebäude einzudringen und stürmen die Treppe hinauf. Daraufhin eröffnet der deutsche Terrorist Hans-Joachim Klein das Feuer. Auch eine Handgranate wird von den Terroristen geworfen. Der Sicherheitswachebeamte Kurt Leopolder von der Wiener Alarmabteilung wird dabei von einem Projektil getroffen, kann jedoch das Feuer erwidern. Klein erleidet dabei einen Bauchschuss.

Um 13.25 Uhr wird Klein ins Allgemeine Krankenhaus gebracht und operiert. Das Geschoss steckte dicht an seiner Wirbelsäule.

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